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Gedanken sichtbar machen 
ist etwas Wunderbares
und wenn sie dann
auch noch verstanden werden,
war die Arbeit eine gute.
GEDANKEN
SICHTBAR
MACHEN 
IST
ETWAS
WUNDERBARES
UND
WENN
SIE
DANN
AUCH
NOCH
VERSTANDEN
WERDEN
WAR
DIE
ARBEIT
EINE
GUTE

SIE GINGEN

UND IHRE MUSIK IST GEBLIEBEN!

Musiker, wo ich gerne mal hinhörte und die prägend für ihre Zeit waren.


16. Juli

Jane Birkin ging im Alter von 76 Jahren.

Sie wurde am 14. Dezember 1946 in London geboren und war das zweite von drei Kindern.

Ihren internationalen Durchbruch hatte Jane Birkin in der Rolle eines Fotomodells in Michelangelo Antonionis Film „Blow Up“, der 1967 bei den Filmfestspielen in Cannes die Goldene Palme erhielt.

1968 lernte sie den 18 Jahre älteren französischen Chanson-Sänger Serge Gainsbourg kennen. Mit ihm nahm sie 1969 den Song „Je t’aime … moi non plus“ auf, den Gainsbourg verfasst und ursprünglich mit Brigitte Bardot eingesungen, aber auf deren Bitte nicht veröffentlicht hatte. Das Lied stand bei zahlreichen Rundfunksendern auf der Schwarzen Liste, da es als anstößig galt. Die Schallplatte verkaufte sich, vermutlich gerade deshalb in wenigen Monaten, mehr als eine Million Mal und machte das Paar international bekannt.

Trotz etlicher Filmrollen blieb sie letztlich der Musik treu.

2018 erschien Birkins Biografie, in der sie über ihren Kampf gegen ihre im Jahr 2002 diagnostizierte Leukämie schrieb. 2021 erlitt sie einen leichten Schlaganfall. Im Mai 2023 musste sie ihre für die Sommersaison geplanten Konzerte aus gesundheitlichen Gründen absagen.

Jane Birkin war dreimal verheiratet und hatte aus jeder dieser Ehen eine Tochter.

Sie starb in ihrem Haus in Paris.



21. Juli

Tony Bennett ging im Alter von 96 Jahren.

Geboren am 3. August 1926 in New York City, hatte er bereits im Alter von 10 Jahren seinen ersten Gesangsauftritt bei Feierlichkeiten in seiner Heimatstadt.

Bis 1942 besuchte er die Highschool of Industrial Art mit den Schwerpunkten Musik und Malerei, danach verdingte er sich als „singender Kellner“ in italienischen Lokalen in Queens.

1944 wurde er zur Armee eingezogen und kämpfte unter anderem in der Ardennenschlacht.

Im Jahr 1945 kam er nach Deutschland und blieb bis 1946 in Mannheim stationiert. Unter dem Künstlernamen Joe Bari trat er als Sänger mit verschiedenen Militärorchestern auf. Nach seiner Rückkehr in die USA behielt er den Namen zunächst bei, vertiefte seine musikalische Ausbildung und arbeitete in zahlreichen kleineren Musikclubs seiner Heimatstadt.

1949 verpflichtete ihn die Sängerin Pearl Bailey für ihr Vorprogramm, wo er von Bob Hope entdeckt wurde und auf Hopes Anregung sich fortan Tony Bennett nannte.

1950 erhielt Bennett seinen ersten Plattenvertrag bei Columbia Records und landete mit der Single „The Boulevard of Broken Dreams“ gleich einen Achtungserfolg. In den folgenden Jahren stieg Bennett rasch zu einem der populärsten Sänger der USA auf.

Zu seinem 80. Geburtstag veröffentlichte Bennett 2006 das Album „Duets – An American Classic“, auf dem neu eingespielte Duette mit Künstlern wie Bono, Michael Bublé, den Dixie Chicks, Elvis Costello, Céline Dion, Billy Joel, Elton John, Diana Krall, Paul McCartney, George Michael, Barbra Streisand, James Taylor, Stevie Wonder und noch vielen anderen vertreten sind.

Das gleichnamige Fernsehspecial von 2006 gewann 2007 drei Emmys, darunter einen für Bennett selbst.

Bennett ging regelmäßig auf Konzerttourneen in den USA und in Europa, dort vorrangig in Großbritannien und Italien.

Kurz nach seinem 85. Geburtstag veröffentlichte Bennett im September 2011 das Album „Duets II“, auf dem wiederum neu eingespielte Duette mit Andrea Bocelli, Michael Bublé, Mariah Carey, Natalie Cole, Sheryl Crow, Aretha Franklin, Norah Jones, Lady Gaga, Willie Nelson, Amy Winehouse und noch vielen anderen zu hören sind.

Als bislang ältester lebender Künstler gelang ihm damit der Sprung auf die Nummer eins in den Billboard-Albencharts

Im November 2011 veröffentlichte Sony mit „Tony Bennett – The Complete Collection“ eine umfassende Retrospektive, die auf 73 CDs und 3 DVDs sämtliche Alben und Singles, einschließlich bislang unveröffentlichter Studioaufnahmen, sowie eine Reihe von Konzertmitschnitten enthält.

Im Oktober 2012 veröffentlichte Bennett ein drittes Duettalbum mit ausschließlich lateinamerikanischen Künstlern unter dem Namen „Viva Duets“, auf dem Lieder in Englisch, Spanisch und Portugiesisch interpretiert wurden. Im September 2014 folgte das Album „Cheek to Cheek“, das er gemeinsam mit Lady Gaga einspielte. Im Oktober 2021 folgte ein weiteres gemeinsames Album mit Lady Gaga unter dem Namen „Love For Sale“, das Bennetts letztes Studioalbum ist.

Seit frühester Jugend widmete sich Bennett nahezu täglich der Malerei, insbesondere dem Aquarell, und pflegte dieses Hobby auch während seiner vielen Konzertreisen. Seine Werke, die er mit seinem Geburtsnamen Benedetto signiert, waren auf zahlreichen Ausstellungen zu sehen.

Mit seiner dritten Ehefrau gründete Bennett 1988 die Stiftung „Exploring the Arts“, die junge Nachwuchskünstler verschiedener Sparten bei ihrer Ausbildung unterstützt.

Im Gedenken an seinen Freund Frank Sinatra gründete Bennett 2001 im New Yorker Stadtteil Queens die Frank Sinatra School of the Arts, an der die Studiengänge Instrumentalmusik, Gesang, Tanz, Theater und Schöne Künste angeboten werden und deren Finanzierung Bennett mit zahlreichen Benefizauftritten unterstützte. Im September 2009 bezog die Schule ein eigenes Gebäude in Astoria, dem Stadtviertel, in dem Bennett geboren wurde.

Anfang 2021 gab seine Familie bekannt, dass Bennett seit 2015 an Alzheimer erkrankt sei. Er habe „zunehmend wenige Momente der Klarheit und des Bewusstseins“, sei aber musikalisch tätig. Bennett starb rund zwei Wochen vor seinem 97. Geburtstag.



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22. Juli

Vince Hill ging im Alter von 86 Jahren.

Geboren am 16. April 1937, sang er bereits als Teenager in einem Pub. Nach Jobs als Bäcker, Lastwagenfahrer und im Kohlebergwerk landete er bei der Musik.

Der entscheidende Schub für seine Gesangskarriere kam mit dem Ableisten seines Wehrdienstes: Er wurde Sänger in der Band des „Royal Corps of Signals“, der Königlich-Britischen Nachrichtentruppe. Nach der Entlassung aus dem Militärdienst ging er mit einem Musical auf Tournee und war ab 1958 Sänger bei einer Big Band aus London.

Anfang der 1960er-Jahre wurde er Mitglied bei einer Band namens „The Raindrops“ und hatte seine ersten Auftritte in der BBC-Radioshow „Parade of the Pops“.

1961 verließ er die Gruppe für eine Solokarriere.

Seine erste Single, die sich in den britischen Charts platzieren konnte, war „The River’s Run Dry“ im Juni 1962.

1963 nahm er mit dem Titel „A Day at the Seaside“ erfolglos an der britischen Vorentscheidung A Song for Europe zum Eurovision Song Contest teil.

Sein erster Top-20-Hit „Take Me to Your Heart Again“ (englische Version von La vie en rose) erreichte 1966 Rang 13 der Hitparade.

Weitere nennenswerte Chartnotierungen waren „Heartaches“ 1966 mit Platz 28, die Udo-Jürgens-Komposition „Merci, Chérie“ 1966 mit Platz 36, „Roses of Picardy“ 1967 mit Platz 13, „Love Letters in the Sand“ 1967 mit Platz 23 und „Look Around“ 1971 mit Platz 12.

Seinen größten Erfolg verbuchte Vince Hill allerdings mit seiner Version des Rodgers & Hammerstein-Titels „Edelweiss“. Nach der erfolgreichen Verfilmung des Musicals „The Sound of Music“ im Jahr 1959 über die Trapp-Familie unter dem Titel „Meine Lieder – meine Träume“ (1965) stieg das Lied im Februar 1967 bis auf Platz 2 der britischen Hitparade.

2004 erkrankte er an Prostatakrebs, der erfolgreich operiert wurde. 2005 wurde bei einer Nachkontrolle akute Leukämie entdeckt, die ebenfalls erfolgreich behandelt wurde.

Sein einziger Sohn starb im Januar 2014 im Alter von 42 Jahren und seine Frau, mit der er 57 Jahre lang verheiratet war, im September 2016.



26. Juli

Sinéad O’Connor ging im Alter von 56 Jahren.

Geboren am 8. Dezember 1966 als Sinéad Marie Bernadette O’Connor in Dublin, war das dritte von fünf Kindern.

Als Kind wurde sie nach eigenen Angaben von ihrer Mutter misshandelt. Als sie acht Jahre alt war, trennten sich ihre Eltern. Im katholisch-konservativen Irland jener Zeit war eine Scheidung nicht möglich, und im Fall einer Trennung wurden Kinder generell der Mutter zugesprochen. Ihr Vater John Oliver „Seán“ O’Connor war Bauingenieur und wurde später als Barrister ein engagierter Kämpfer für das irische Scheidungsrecht. 1979 zog Sinéad im Alter von 13 Jahren bei ihrer Mutter aus, um bei ihrem Vater und dessen neuer Frau zu leben, die er 1976 in den Vereinigten Staaten geheiratet hatte.

Nachdem sie mehrfach von der Schule verwiesen und wegen Ladendiebstahls und Schulschwänzen aufgefallen war, wurde sie für 18 Monate in ein Magdalenen-Internat der „Sisters of Our Lady of Charity“ geschickt. Diese waren in Irland in zahlreiche, erst nach 1990 öffentlich gewordene, Skandale wegen Gewalt und Kindesmissbrauchs verwickelt. Nach eigenen Angaben wurde O’Connor als Kind von Geistlichen missbraucht.

Auch dort galt sie als Rebellin. Von einer Nonne bekam sie eine Gitarre geschenkt und erhielt Unterricht. Sie entfernte sich auch hier mehrfach von der Schule, vorwiegend, um Straßenmusik in Dublin zu spielen, und nahm an mehreren Talentwettbewerben teil. Danach wurde sie von ihrem Vater in ein Internat nach Waterford geschickt, wo ein Lehrer ihr Talent entdeckte. Er ermöglichte ihr Auftritte und verhalf ihr zu einem Demotape. Mit 16 Jahren verließ sie das Internat vorzeitig, um Singen und Klavierspielen zu lernen, und arbeitete nebenbei als Kellnerin.

1987 erschien ihr erstes Album „The Lion and the Cobra“. Der Rocksong „Mandinka“ schlug Wellen in der Independent-Szene. Hinzu kam das zugehörige Musikvideo, das mit einer glatzköpfigen Frau ebenfalls Aufmerksamkeit erregte. Das Lied „Jacky“ hingegen orientiert sich mehr an der traditionellen irischen Musik.

Der Durchbruch gelang O’Connor 1990 mit ihrem zweiten Album „I Do Not Want What I Haven’t Got“. Die darauf enthaltene Coverversion des Prince-Songs „Nothing Compares 2 U“ wurde ein weltweiter Erfolg. Die Single erreichte in Deutschland Platz 1 der Hitparade, wie auch im Vereinigten Königreich und den amerikanischen Billboard Charts. Im selben Jahr hatte sie einen Auftritt bei Roger Waters’ Aufführung von The Wall auf dem Potsdamer Platz in Berlin, bei dem sie das Lied „Mother“ sang.

Für weltweites Aufsehen sorgte O’Connors Auftritt am 3. Oktober 1992 in der US-amerikanischen Comedyshow „Saturday Night Live“, als sie mit Bob Marleys Song „War“ mit abgewandeltem Text auf den sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche und deren Umgang mit diesen Fällen aufmerksam machte und anschließend vor laufenden Kameras ein Bild des Papstes Johannes Paul II. Zerriss. Die New York Daily News bezeichnete die Aktion als „holy terror“, und O’Connor wurde dafür enorm kritisiert.

In der Folge nahm die Wahrnehmung ihrer Musik deutlich ab.

Im Jahr 2000 hatte sie mit ihrem fünften Album „Faith And Courage“ ihr Comeback. Das Album mit vorwiegend selbst verfassten Liedern schaffte jedoch nur in Australien den Einzug in die Top-20. Daraufhin verließ sie für längere Zeit den radiotauglichen Pop und widmete sich traditionellerer Musik. Ihr 2002 veröffentlichtes Album „Sean-Nós Nua“ enthält traditionelle Folksongs, darunter einige in irischer Sprache. Anfang 2003 hatte sie noch einen Gastauftritt, danach zog sie sich aus dem Musikgeschäft zurück, um ein normales Leben zu führen und Religionslehrerin zu werden.

Im März 2005 kehrte O’Connor ins Musikgeschäft zurück und veröffentlichte das Album „Collaborations“,auf dem nur Lieder zu finden sind, die sie im Laufe ihrer Karriere mit anderen Künstlern (darunter Peter Gabriel und U2) aufgenommen hatte.

Im Januar 2012 suchte O’Connor auf Twitter wegen psychischer Probleme öffentlich nach Hilfe und brach im April desselben Jahres ihre Tournee ab. Ihr zehntes und letztes Studioalbum „I’m Not Bossy, I’m the Boss“ wurde im August 2014 veröffentlicht. Es enthielt einige autobiografische Songs. Sie selbst bezeichnete es als „ein Album voller Liebeslieder“. Im November 2014 beteiligte sie sich an dem Projekt „Band Aid 30“, das auf Initiative von Bob Geldof Geld für die Bekämpfung der Ebola-Epidemie in Westafrika sammelte. Im August 2018 veröffentlichte sie eine Vorabversion ihres Liedes Milestones. Im Juli 2023 kündigte sie ein weiteres Album und Touren im folgenden Jahr an.

O’Connor zog während ihrer Karriere häufig durch Kontroversen und politischen Aktivismus Aufmerksamkeit auf sich, was teilweise ihre musikalische Karriere überschattete.

1991 zog sie ihren Namen trotz vier Nominierungen für den „Grammy Award“ zurück. Sie sorgte mit ihren kontroversen Auftritten und Aussagen weiterhin für unterschiedliche Reaktionen. So sympathisierte sie zum Beispiel mit der IRA und lehnte die klerikale katholische Kirche ab.

Aufgrund der anhaltenden gesellschaftlichen Anfeindungen zog sie sich zeitweilig aus dem Musikgeschäft zurück und begann, in Dublin Operngesang zu studieren. Dort beteiligte sie sich an den Demonstrationen um den X-Case, bei dem einem 14-jährigen Vergewaltigungsopfer die Ausreise nach England für eine Abtreibung durch das oberste irische Gericht untersagt worden war. Sie forderte ein weiteres Referendum über das Abtreibungsrecht in Irland. Dieses folgte im November 1992, als die Reiseerlaubnis mit dem Ziel der Abtreibung ermöglicht wurde, bevor dann im Mai 2018 die Abtreibung in Irland selbst legalisiert wurde. In späteren Jahren fokussierte sich O’Connors Wahrnehmung in den Medien häufig auf das Thema Religion. So wurde sie 1996 in einem sechswöchigen Studium der Theologie am Milltown Institute der „National University of Ireland“ in Dublin bei einer Zeremonie im französischen Lourdes zur Priesterin der orthodox-katholischen und apostolischen Kirche von Irland geweiht. Sie nahm den Ordensnamen Mother Bernadette Mary an, jedoch wurde die Ordination von der römisch-katholischen Kirche nicht anerkannt.

Im Januar 2012 unternahm O’Connor einen Suizidversuch. Im November 2015 machte sie Suizidgedanken öffentlich. Zum Ende des Monats wurde sie von einem Rettungsteam aufgefunden und zur stationären Behandlung in eine Klinik in Dublin gebracht.

Ende Oktober 2018 konvertierte sie zum Islam.

Sinéad O’Connor war viermal verheiratet und hatte vier Kinder.

Am 8. August 2023 wurde sie in Bray, wo sie 15 Jahre lang gewohnt hatte, beigesetzt.


Hunderte Fans säumten O’Connors letzten Weg in Bray:


Hier drei Lieder die ich besonders mag:


Irgendwo schön, dass es Bild- und Tonträger gibt!


Alles Liebe, wir lesen uns!

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